Roadtrip nach Kroatien

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Einfach mal raus aus dem Alltag, frische Luft schnappen und ein bisschen die Seele baumeln lassen – das hatte ich mal wieder dringend nötig und umso schöner war das Gefühl dann auch, als wir letzten Freitag endlich in unserer Mietauto stiegen und losdüsten. Das Ziel: Premantura, Kroatien. Der Plan: Nichts.

Sommer, Sonne, Sonnenbrand

Wir haben drei Nächte auf einem Campingplatz in Premantura verbracht. Und ich komme gleich zum schrecklichsten Punkt der ganzen Reise: Der Campingplatz war leider echt nicht schön. Nur Dauercamper mit Satellitenschüssel und eigenem Vorgarten, riesige Steine am Zeltplatz und generell viel zu wenig Platz für alle Leute. Reserviert hatten wir einen Campingplatz am Meer mit 90 – 120 Quadratmetern. Haha. Nun gut, wir haben gute Miene zum bösen Spiel gemacht und haben einfach so wenig wie möglich Zeit am Campingplatz verbracht. 🙂 Was wir also so unternommen haben? Bitteschön!

Tag 1: Pula & Baden

Nachdem der Freitag Anreisetechnisch und Campingplatztechnisch echt ein wenig auf unsere Nerven ging, mussten wir den Samstag besonders ruhig angehen. Nachdem unserer Zelt in der prallen Sonne stand, sind wir bereits um 7 Uhr aufgestanden und nach einem kurzen Sprung ins Meer (das war als einziger Pluspunkt des Campingplatzes wirklich fast vor unserem Zelt) zu unserem Tagesziel aufgebrochen.

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Wir haben uns einen Strand in der Nähe von Pula rausgesucht, der größten Stadt Istriens. Wie jeder Strand in Kroatien war dieser auch eine Ansammlung von großen Steinen und wir konnten uns einen gemütlichen Platz im Schatten sichern. Kleiner Tipp: Badeschuhe sind in Kroatien echt Pflicht! Meine Füße können ein Lied davon singen. Franka hat das Meer übrigens dezent kalt gelassen. Dieses „Urlaub“ von dem alle reden findet sie gar nicht so leiwand: 5 Stunden Autofahren nur damit man dann nass wird? Puh – muss das wirklich sein?? Aber sie war wirklich brav und hat die Autofahrt super überstanden!

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Nachdem wir erst einmal unsere Füße ins Meer tauchten, das erste Buch auslesen und ein wenig braun werden konnten, waren wir schon etwas entspannter und kamen erst um die Mittagszeit zum Campingplatz zurück – siehe da, unser Zelt stand sogar im Schatten. Das mussten wir ausnutzen und haben Nudeln mit Tomatensauce und Tomatensalat gekocht. Der Tomatensalat ist übrigens eine Kindheitserinnerung meines Freundes und darf bei keinem Campingurlaub fehlen – hab ich mir sagen lassen! 😉

Nach einem kurzen Mittagsschläfchen packte uns die Entdeckerlaune und das Boot wurde ausgepackt und kurzerhand ins Meer verfrachtet. Franka? Die durfte natürlich mit. Das Mädl hat sich echt schnell ans Boot fahren gewöhnt und saß ganz seelig in unserer Mitte auf einem Handtuch – nur froh, dass sie mitfahren durfte. Auf der Insel arbeiteten wir weiter an unserer Bräune und ruderten anschließend wieder zurück. Das war übrigens ein echtes Workout, ich sage nur: Gegenwind! Und noch was: So schön das Meer ist, so schrecklich ist mein Haar auch nach einem Tag im Wasser. Die Dusche danach war sooo herrlich! Frisch ausgeruht ging es dann für den Abend nach Pula.

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Die kleine Stadt die wir vorfanden war einfach nur bezaubernd! Kleine Gässchen, süße Läden und tolle Restaurants. Wir genossen in einem traditionellen Lokal ein paar Spagetti mit Meeresfrüchten, bzw. Cevapcici und gönnten uns noch einen kleinen Eisbecher am Stadtplatz – der übrigens von traumhafter Livemusik beschallt wurde.

Tag 2: Kamenjak & Medulin

Am zweiten Tag brachen wir wieder so früh auf – Sonne sei Dank. Diesmal ging es ab in den Nationalpark, der direkt vor Premantura liegt. Unser Mietauto konnte mit den herben Schotterstraßen zwar gut mithalten, aber Angst hatten wir trotzdem. Immerhin war uns unser Fiasko nach dem Korsika-Urlaub noch gut in Erinnerung, bei dem unser Auto einen Totalschaden erlitt. Aber – nichts passiert und wir kamen gut bei unserem ersten Stopp an, einer kleinen Bucht mitten im Nationalpark.

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Da wir immer so früh dran waren waren wir immer die ersten an allen Stellen und dachten uns nur „Wow, so ein schönes Plätzchen – und sonst keiner da!“ Nur um dann nach ein paar Stunden von anderen Touristen umgeben zu sein, haha! So schlimm war es aber nicht und auch Franka hatte ganz besonders ihren Spaß, da wirklich gefühlt jeder zweite mit einem Hund daher kam. Nach einem kurzen Mittagsstopp wollte ich dann unbedingt noch meinen Mut unter Beweis stellen – und von einer Klippe springen.

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Gesagt getan. Diese Stelle findet man sogar übrigens auf Google Maps, wenn man genau nachsieht! 😉 Die wirklich ganz ganz schlimmen 13 Meter sind es dann nicht geworden, aber an die 10 dürfte es wohl gewesen sein. Dieser Platz hatte auch eine traumhafte Unterwasserhöhle, in der ich gleich einen Punkt meiner Lebensliste abhaken konnte: Die Angst vorm Höhlentauchen überwinden. Ok gut – zumindest ein kleines Stück musste man wirklich durchtauchen, aber das zählt schon finde ich! 😉 Nach einer Dusche am Campingplatz machten wir uns dann auf den Weg nach Medulin, das genau gegenüber liegt von Premantura und wirklich ein kleiner Traum ist. Natürlich – auch super touristisch, aber wir haben einfach unter einem Olivenhain gegessen während die Sonne im Meer unterging. Besser gehts nicht!   

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Tag 3: Porec & Heimfahrt

Am Montag war ja Feiertag in Österreich und wir konnten den Tag noch gemütlich am Zeltplatz starten, bevor wir unsere sieben Sachen packten und wieder gen Norden fuhren. Wir machten aber vorher noch Halt in Porec – wo liebe Freunde von uns ihren Urlaub verbrachten. Gemeinsam haben wir noch ein wenig gebadet und gingen dann noch in die Altstadt von Porec was essen. Die Stadt ist genauso touristisch wie eigentlich alle Städte so weit oben in Kroatien, aber das enge Gässchen, das anscheinend die Hauptmeile von Porec ist, war wirklich entzückend.

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Um circa 17:00 haben wir uns dann auf die lange Heimreise gemacht. Witzigerweise ist doch das Runterfahren immer lustiger – warum bloß? 😉 Gut, in unserem Fall kamen dann auch nochmal 1,5h Stau vorm und im Karawankentunnel hinzu sodass wir erst um kurz nach 23:00 müde und geschlaucht ankamen. Franka die brave Maus hat echt tapfer durchgehalten!

Es war soooo schön, endlich mal wieder ein Wochenende wegzudüsen und mit nur einem Urlaubstag am Freitag ging es richtig gut. Hoffentlich geht es sich bald wieder mal aus!